Tierische Rohstoffen

Tierische Rohstoffe wie Moschus, Zibet, Ambra und Castoreum (oder Bibergeil) und andere
waren früher unentbehrlich bei den Parfümkompositionen.
Dieser Brauch hat sich bis heute erhalten, wobei Ambra- und Moschusdüfte seit fast
100 Jahre nicht mehr aus den Walen oder Moschushirschen kommen, sondern
diese werden aus Erdöl oder anderen Substanzen synthetisiert.


AMBRA., MOSCHUS, ZIBETH...


Entdecker der s.g. Makrozyklen war Leopold Ruzicka im Jahre 1926. Bis dahin hatte
man aus theoretischen Gründen solche riesige Kohlenstoffringe als unmöglich
gehalten.
Diese Entdeckung der s.g. Ketone- war ein Meilenstein der organischen Chemie.
Von Exaltolid (ein ambraverwandter Stoff ) werden heute weltweit ca. 100 T jährlich
produziert.
Ein französischer Forscher, A. Baur entdeckte eine billigere Art der Herstellung
ausgehend aus hoch nitrierten Benzol-Derivaten die auf dem Markt als Xylol-,
Ambrette- und Keton-Moschus landeten.
Heute weiß man ,dass diese Stoffe krebserregende Eigenschaften, vor allem
während der Herstellung haben und mit größter Wahrscheinlichkeit Auslöser
von vielen Allergien oder sogar Hautkrankheiten sind.
Natürliche makrozyklische Ketone werden im Tierreich produziert (Moschushirsch,
Wale, Moschusochsen) und die um ein Sauerstoffatom reicheren Laktone, im
Pflanzenreich.
Der ungesättigte Moschuskörnerlakton, mit 17 Ringglieder, (wie der s.g. Exaltolid
Moschusketon) wird Ambrettolid genannt.
Angelikawurzel und Labdanum besitzen ebenfalls ähnliche Laktone.
Heute wird ein Ambraduft, Namens Ambrox, aus dem Muskateller Salbei
stammenden Sclareol synthetisiert.
Im Falle des Zibetduftes gibt es ebenfalls s.g. naturidentische Nachahmungen, die
aber niemals den Natürlichen ähneln.
Es wird berichtet ,dass die in der Gefangenschaft lebenden Zibethkatzen, kein oder
sehr wenig Sekret produzieren. Diese Zibethkatzen, die dafür in Käfige gehalten werden,
werden regelmäßig gereizt, weil die gestressten Tiere mehr Sekret produzieren.
Bis Ende des 16 jahrhundert waren bereits über 100 natürliche äth. Öle bekannt.
Heute sind es mehr als 1500.
 

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